Ein Kontrabass spielt selten allein: Banner-Grafik

Kindheit und Ausbildung

'Kindheit und Ausbildung' als Podcast laden (ca. 40 Minuten Spielzeit) Veröffentlicht von Friedrich Witt am 29.11.2005 | Podcast-Spielzeit: ca. 40 Minuten

Friedrich Witt als Solobassist 1953 im Orchester Duisburg

In der ersten Episode hören Sie, wie ich in einfachen Verhältnissenwährend des zweiten Weltkriegs aufwuchs, überhaupt zum Kontrabaß kam und schließlich Orchestermusiker wurde.

Sie hören, wie ich - mehr durch Zufall, dank meiner Mutter - überhaupt zum Kontrabaß kam, wie ich den schrecklichen zweiten Weltkrieg mit seinen Bombenangriffen überlebte und nach dem Krieg schließlich kurz an der Folkwangschule Essen studierte. Schließlich machte ich Probespiel im städtischen Orchester Oberhausen.

Viel Spaß beim Hören!

Begleitend dazu möchte ich Ihnen einige Fotos präsentieren. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim angucken derselben, klicken Sie einfach auf den "Weiter..."-Link unten, um mehr Fotos zu sehen. Das nebenstehende Bild zeigt mich übrigens als Solobassist im städtischen Orchester Duisburg im Jahre 1953.

Ihr Friedrich Witt



Meine Kindheit

Ich im Alter von vier Jahren -bemerke den erfreuten Blick - und mit sechs Jahren bei der Einschulung.
Friedrich Witt im Alter von vier Jahren Friedrich Witt mit sechs Jahren bei seiner Einschulung mit Schultüte

Familie von Friedrich Witt
Meine Familie (ich bin der zweite von links).

Folkwangschule Essen

Abgangsbescheinigung von Friedrich Witt der Folkwangschule Essen
Meine Abgangsbescheinigung der Folkwangschule Essen:
Folkwangschule der Stadt Essen / Essen-Werden den 14. Februar 1949
Friedrich Witt, geb. 31. Januar 1930, hat die Orchesterschule der Folkwangschule vom 1. Mai 1946 bis 31. August 1948 mit dem Hauptinstrument Kontrabaß und dem Nebenfach Schlagzeug besucht. Seine Leistungen im Hauptfach und Orchesterspiel waren sehr gut. Im Nebenfach und den theoretischen Fächern zeigte er gute Leistungen. Eine Abschlußprüfung hat er nicht abgelegt.
(Stempel/Unterschrift) Prof. Hardörfer

Städtisches Orchester Oberhausen

Friedrich Witt als Solobassist im Städtischen Orchester Oberhausen
Als Solobassist im Städtischen Orchester Oberhausen

Zeugnisse

Zeugnis des Städischen Orchesters Oberhausen für Friedrich Witt
Mein Zeugnis des Städischen Orchesters Oberhausen:
Städtischer Musikdirektor Werner Trenkner / Oberhausen, den 23.2.51
Herr Friedrich Witt war in der Zeit vom 1.9.48 - 31.8.50 in unserem Städt. Orchester als Kontrabassist tätig. Ich habe selten einen so fleißigen, tüchtigen und strebsamen Musiker kennengelernt, der auch außerhalb seiner Dienstzeit sich nur mit seinem Instrument befasste und fleißig übte. Ich möchte ihm auch bescheinigen, dass er eine ausgezeichnete Technik besitzt. Seine Tonreinheit ist besonders hervorzuheben und sein musikalischer Vortrag ist außerordentlich. Ich bedauere es ganz besonders, diesen auch charakterlich hervorragenden Musiker durch ein anderes Engagement verlieren zu müssen.
(Unterschrift)

Zwischenzeugnis vom Dirigenten Fritz Lehmann für Friedrich Witt
Mein Zwischenzeugnis vom Dirigenten Fritz Lehmann:
Generalmusikdirektor Fritz Lehmann / Göttingen, den 25.11.51
Zu Beginn dieses Jahres hatte ich bei einem Gastkonzert in Münster Gelegenheit, die Bassgruppe des Städtischen Orchesters in Münster kennen zu lernen. Es war mir eine wirkliche Freude, am 1. und 2. Pult mit den Herren Friedrich Witt, Karl Czaske und Hermann Schöneberg eine vorzügliche Besetzung vorzufinden. Ich konnte beobachten, dass bei den drei jungen Musikern ausser guten technischen und tonlichen Voraussetzungen jene musikalische Aufgeschlossenheit und arbeitsfreudige Bereitschaft vorliegt, die sowohl Anrecht wie Sicherung eines aufsteigenden Berufsweges verbürgen. Mit allen guten Wünschen für den Berufsweg kann ich also nachdrücklich auf die genannten hinweisen, aus einer ehrlichen Freude an einem guten und der Förderung würdigen Nachwuchs heraus.
gez. Fritz Lehmann

Zeugnis des Städtischen Orchesters Münster für Friedrich Witt
Mein Zeugnis des Städtischen Orchesters Münster:
Der Generalmusikdirektor / 30.6.51
Herr Friedrich Witt ist seit Februar 1951 Solobassist des Orchesters der Provinzialhauptstadt Müster/Westfalen. Diese Position ist ihm übertragen trotz seiner Jugend (21 Jahre) und trotz seiner geringen Zahl an Dienstjahren. Der Grund hierfür liegt in der aussergewöhnlichen Begabung. Der Don ist auffallend schön - technisch kennt er kaum oder gar keine Schwierigkeiten. Die Musikalität ist hochgradig-feinnervig. Auch die musikalische Reife ist auffallend. Zudem ist Herr Witt ein sehr sympathischer Mensch, der viele Freunde im Orchester hat.
Ich wünsche Herrn Witt eine der wenigen grossen Positionen, die das deutsche Orchester zu vergeben hat, und eine grosse Entwicklung!
(Unterschrift) Heinz Dressel, Generalmusikdirektor

Zeugnis des Frankfurter Opernorchesters für Friedrich Witt
Mein Zeugnis des Frankfurter Opernorchesters:
Städtische Bühnen / Frankfurt a. M., 9. Oktober 1952
Herr Friedrich Witt hat bei seinem Probespiel für die Stelle des stellvertretenden Solo-Bassisten im Frankfurter Opernhaus und Museums-Orchester einen so ausgezeichneten Eindruck gemacht, dass die Stelle ihm sofort übertragen wurde. Auf eigenen Wunsch ist er dann wieder ausgeschieden, da sich ihm anderweitig eine in finanzieller Hinsicht bessere Möglichkeit bot. Ich habe seinen Fortgang ausserordentlich bedauert, da Herr Witt sich trotz seiner Jugend als ein Musiker von reifsten Qualitäten erwiesen hat. Hervorzuheben ist in erster Linie die unbedingt saubere Intonation und die Weichheit seines Tones. Es war eine Freude, ihn beim Probespiel solistisch auf seinem Instrument zu hören. Für seinen weiteren Weg begleiten ihn meine besten Wünsche.
(Unterschrift) Bruno Vondenhoff, Generalmusikdirektor


Georg Schneider | Dienstag, 2005-11-29 23:58

Eine sehr gelungener Podcast! Eine wunderbare Geschichte, die gar nicht mehr aufhören bräuchte. Es sehnt mich nach mehr!

Liebe Grüße
Georg Schneider

Nik | Mittwoch, 2005-11-30 11:29

Mehr aus Neugierde folgte ich dem Link von Nicole Simon und bin begeistert.

Ich warte gespannt auf den nächsten Teil der Geschichte.

Friedrich Witt | Mittwoch, 2005-11-30 11:42

Nik, ich will versuchen, so alle zwei bis drei Wochen hier eine neue Episode einzustellen.

Außerdem wird es auf jeden Fall auch Musik von mir zum Hören geben, natürlich mit dem einen oder anderen Kommentar dazu.

So hört man dann auch tatsächlich mal, wie es klingt, wenn ein Kontrabass allein spielt! :-)

Ihr Friedrich Witt

P. S.: Über ein Voting bei podster.de oder einen Link im eigenen Blog freue ich ich mich natürlich auch sehr!

Rüdiger | Mittwoch, 2005-11-30 13:04

..das Ende so abrupt
...aber natürlich sind wir jetzt umso gespannter, wie es weitergeht! Da war ich froh zu sehen, daß der Pod wirklich ganz neu ist und demnach Hoffnung auf Fortsetzung besteht!
Mich hatte übrigens der Titel gereizt, aber einen so professionell gesprochenen und spannenden/fesselnden PodCast hatte ich dann doch nicht erwartet.

Grüße aus Spanien

Rüdiger

Stephanie Baldermann | Mittwoch, 2005-11-30 15:43

Es macht ungemein Spaß ihnen Zuzuhören und ich freue mich auf Hörproben Ihrer Musik! Es fiebert der nächsten Sendung entgegen,

Stephanie Baldemann

Michael Schöner | Dienstag, 2005-12-13 01:35

Wirklich fesselnd. Auch Ihre Schilderungen über die Schwierigkeiten des Kontrabassspiels haben mir sehr gut gefallen, da ich selbst Bassist bin. Bin begeistert.

Johannes Kneer | Mittwoch, 2005-12-14 15:14

Ich bin mehr zufällig auf diese Seite gestoßen und muss sagen es hat viel Spass gemacht ihren Ausführungen zuzuhören

Karsten Mittig | Dienstag, 2005-12-20 14:38

Ich bin über den Newsletter von Ernst Jochmus (Kommentar beim Vorwort) auf diese Seite gestoßen und vollends fasziniert. Sie erzählen mit solch einer Gelassenheit und ruhigen Stimme, dass ich Ihnen endlos zuhören könnte. Ich spiele selbst Gitarre und bin daher zusätzlich an den Details Ihres weiteren Werdeganges interessiert. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung des Podcasts und natürlich auch auf einige vorgetragene Stücke :-)

Vielen Dank für Ihre Arbeit.

markus | Freitag, 2005-12-23 11:52

Nach dem Vorwort und der ersten Folge, die ich beide sehr gelungen fand, bin ich wirklich gespannt auf die Fortsetzung. Wann geht's endlich weiter? Das ist wirklich ein sehr interessanter, ungewöhnlicher Podacst. Viele Grüße, markus

Friedrich Witt | Freitag, 2005-12-23 12:05

Die neue Folge ist quasi fertig - ich hoffe, daß ich sie noch vor dem 24.12. einstellen kann, sozusagen als kleines Weihnachtsgeschenk für die Feiertage. Diesmal gibt es auch etwas Musik. Bleiben Sie also dran!

Vielen Dank nochmal an alle für das tolle Feedback per Mail oder in den Kommentaren hier, ich habe mich sehr darüber gefreut.

Ich wünsche Ihnen allen frohe Weihnachten,

Ihr Friedrich Witt

Rüdiger | Sonntag, 2005-12-25 15:17

Einen wirklich herzlichen Dank für dieses Weihnachtsgeschenk!
Es war ein erwartungsfroher Schreck, als der aktualisieren-Knopf endlich beim "selten einsamen Kontrabass" eine Wirkung zeigte!
Und dann dieser Beitrag, der die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern vielmehr tatsächlich noch übersteigt.

Danke!

Auch Ihnen schöne und geruhsame Tage.

G.Rü

Gabriele Girlich | Dienstag, 2006-03-14 16:51

Hallo Herr Witt,

ich bin erst seit neuestem Podcast-Hörerin und habe mich nach einer Operation in der letzten Woche im Krankenhaus sehr spannend und anregend unterhalten gefühlt von Ihrem Bericht.

Danke für die schöne Erzählung.

Mit herzlichem Gruß

G. Girlich

Matteo | Freitag, 2006-05-19 22:18

Herr Witt, Vielen Dank für die Erzählung. Kaum war's zu Ende, dass ich zum Bass gegriffen habe.

Matteo, Amsterdam

Mister Donald | Samstag, 2006-11-18 01:35

Weiter so - Lang lebe der Kontrabass !

Übrigens wann gibts wieder neue Folgen ?

Gruß

P,.

Rainer Gebauer | Montag, 2006-12-25 14:46

Sehr geehrter Herr Witt,
ich bin von dem ersten Teil Ihres Podcasts sehr beeindruckt. Hier wird einem ein Stück Geschichte auf sehr lebendige und kurzweilige Weise nahegebracht. Ich freue mich schon auf die weiteren Folgen.
Vielen Dank für die gelungene Unterhaltung.
Ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Rainer Gebauer

Manfre Först | Sonntag, 2007-05-13 19:35

Sehr geehrter Herr Witt,

Sehr interessant,einmal in das Leben und den Werdegang
eines hochprofessionellen Kontrabassisten Einblick zu haben.

Ich selbst bin auch ein begeisterter Bassist,habe es aber
leider nur zu einenm leidlich guten elektrischen Bassisten
gebracht.

Viel Grüße aus Köln
Manfred Först

Konstantin Schuerheck | Mittwoch, 2007-06-13 22:04

Wirklich super Podcast!

Fange naechste Woche selbst endlich mit dem Kontrabass-Spielen an und bin schon ziemlich aufgekratzt und aufgeregt. :)

Schoene Gruesse aus Ostwestfalen,
Konstantin

Maike | Samstag, 2007-06-30 19:33

sehr geehrter herr witt,
als ich Ihre Homepage gefunden habe, habe ich mich sehr gefreut, dass ein erfahrener und erfolgreicher Kontrabassist Lust hat, etwas über sein Leben mit seinem Instrument zu erzählen.
Ich spiele selber schon 3 1/2 Jahre Kontrabass und würde sehr gerne Musik studieren. Am aller liebsten würde ich später auch im Orchester spielen und damit mein Geld verdienen, aber Viele erzählen, dass das wirklich nur die allerbesten schaffen, allerdings ist das ein großer Wunsch von mir.
Auf jeden Fall finde ich ihre Geschichte sehr beeindruckend und möchte auch gerne, wie Sie, viel erzählen können wenn ich das alles hinter mir habe!
Liebe Grüße
Maike, 15


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