In der ersten Episode hören Sie, wie ich in einfachen Verhältnissenwährend des zweiten Weltkriegs aufwuchs, überhaupt zum Kontrabaß kam und schließlich Orchestermusiker wurde.
Sie hören, wie ich - mehr durch Zufall, dank meiner Mutter - überhaupt zum Kontrabaß kam, wie ich den schrecklichen zweiten Weltkrieg mit seinen Bombenangriffen überlebte und nach dem Krieg schließlich kurz an der Folkwangschule Essen studierte. Schließlich machte ich Probespiel im städtischen Orchester Oberhausen.
Viel Spaß beim Hören!
Begleitend dazu möchte ich Ihnen einige Fotos präsentieren. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim angucken derselben, klicken Sie einfach auf den "Weiter..."-Link unten, um mehr Fotos zu sehen. Das nebenstehende Bild zeigt mich übrigens als Solobassist im städtischen Orchester Duisburg im Jahre 1953.
Ihr Friedrich Witt
Ich im Alter von vier Jahren -bemerke den erfreuten Blick - und mit sechs Jahren bei der Einschulung.

Meine Familie (ich bin der zweite von links).

Meine Abgangsbescheinigung der Folkwangschule Essen:
Folkwangschule der Stadt Essen / Essen-Werden den 14. Februar 1949
Friedrich Witt, geb. 31. Januar 1930, hat die Orchesterschule der Folkwangschule vom
1. Mai 1946 bis 31. August 1948 mit dem Hauptinstrument Kontrabaß und dem
Nebenfach Schlagzeug besucht. Seine Leistungen im Hauptfach und Orchesterspiel
waren sehr gut. Im Nebenfach und den theoretischen Fächern zeigte er gute
Leistungen. Eine Abschlußprüfung hat er nicht abgelegt.
(Stempel/Unterschrift) Prof. Hardörfer

Als Solobassist im Städtischen Orchester Oberhausen

Mein Zeugnis des Städischen Orchesters Oberhausen:
Städtischer Musikdirektor Werner Trenkner /
Oberhausen, den 23.2.51
Herr Friedrich Witt war in der Zeit vom 1.9.48 - 31.8.50 in unserem Städt.
Orchester als Kontrabassist tätig. Ich habe selten einen so fleißigen, tüchtigen und
strebsamen Musiker kennengelernt, der auch außerhalb seiner Dienstzeit sich nur
mit seinem Instrument befasste und fleißig übte. Ich möchte ihm auch bescheinigen,
dass er eine ausgezeichnete Technik besitzt. Seine Tonreinheit ist besonders
hervorzuheben und sein musikalischer Vortrag ist außerordentlich. Ich bedauere es
ganz besonders, diesen auch charakterlich hervorragenden Musiker durch ein
anderes Engagement verlieren zu müssen.
(Unterschrift)

Mein Zwischenzeugnis vom Dirigenten Fritz Lehmann:
Generalmusikdirektor Fritz Lehmann / Göttingen, den 25.11.51
Zu Beginn dieses Jahres hatte ich bei einem Gastkonzert in Münster Gelegenheit, die
Bassgruppe des Städtischen Orchesters in Münster kennen zu lernen. Es war mir eine
wirkliche Freude, am 1. und 2. Pult mit den Herren Friedrich Witt, Karl Czaske und
Hermann Schöneberg eine vorzügliche Besetzung vorzufinden. Ich konnte beobachten,
dass bei den drei jungen Musikern ausser guten technischen und tonlichen
Voraussetzungen jene musikalische Aufgeschlossenheit und arbeitsfreudige Bereitschaft
vorliegt, die sowohl Anrecht wie Sicherung eines aufsteigenden Berufsweges verbürgen.
Mit allen guten Wünschen für den Berufsweg kann ich also nachdrücklich auf die
genannten hinweisen, aus einer ehrlichen Freude an einem guten und der Förderung
würdigen Nachwuchs heraus.
gez. Fritz Lehmann

Mein Zeugnis des Städtischen Orchesters Münster:
Der Generalmusikdirektor / 30.6.51
Herr Friedrich Witt ist seit Februar 1951 Solobassist des Orchesters der
Provinzialhauptstadt Müster/Westfalen. Diese Position ist ihm übertragen trotz seiner
Jugend (21 Jahre) und trotz seiner geringen Zahl an Dienstjahren. Der Grund hierfür
liegt in der aussergewöhnlichen Begabung. Der Don ist auffallend schön - technisch
kennt er kaum oder gar keine Schwierigkeiten. Die Musikalität ist
hochgradig-feinnervig. Auch die musikalische Reife ist auffallend. Zudem ist Herr Witt
ein sehr sympathischer Mensch, der viele Freunde im Orchester hat.
Ich wünsche Herrn Witt eine der wenigen grossen Positionen, die das deutsche
Orchester zu vergeben hat, und eine grosse Entwicklung!
(Unterschrift) Heinz Dressel, Generalmusikdirektor

Mein Zeugnis des Frankfurter Opernorchesters:
Städtische Bühnen / Frankfurt a. M., 9. Oktober 1952
Herr Friedrich Witt hat bei seinem Probespiel für die Stelle des stellvertretenden
Solo-Bassisten im Frankfurter Opernhaus und Museums-Orchester einen so
ausgezeichneten Eindruck gemacht, dass die Stelle ihm sofort übertragen wurde.
Auf eigenen Wunsch ist er dann wieder ausgeschieden, da sich ihm anderweitig eine
in finanzieller Hinsicht bessere Möglichkeit bot. Ich habe seinen Fortgang
ausserordentlich bedauert, da Herr Witt sich trotz seiner Jugend als ein Musiker
von reifsten Qualitäten erwiesen hat. Hervorzuheben ist in erster Linie die unbedingt
saubere Intonation und die Weichheit seines Tones. Es war eine Freude, ihn beim
Probespiel solistisch auf seinem Instrument zu hören. Für seinen weiteren Weg begleiten
ihn meine besten Wünsche.
(Unterschrift) Bruno Vondenhoff, Generalmusikdirektor
Eine sehr gelungener Podcast! Eine wunderbare Geschichte, die gar nicht mehr aufhören bräuchte. Es sehnt mich nach mehr!
Liebe Grüße
Georg Schneider
Mehr aus Neugierde folgte ich dem Link von Nicole Simon und bin begeistert.
Ich warte gespannt auf den nächsten Teil der Geschichte.
Nik, ich will versuchen, so alle zwei bis drei Wochen hier eine neue Episode einzustellen.
Außerdem wird es auf jeden Fall auch Musik von mir zum Hören geben, natürlich mit dem einen oder anderen Kommentar dazu.
So hört man dann auch tatsächlich mal, wie es klingt, wenn ein Kontrabass allein spielt! :-)
Ihr Friedrich Witt
P. S.: Über ein Voting bei podster.de oder einen Link im eigenen Blog freue ich ich mich natürlich auch sehr!
..das Ende so abrupt
...aber natürlich sind wir jetzt umso gespannter, wie es weitergeht! Da war ich froh zu sehen, daß der Pod wirklich ganz neu ist und demnach Hoffnung auf Fortsetzung besteht!
Mich hatte übrigens der Titel gereizt, aber einen so professionell gesprochenen und spannenden/fesselnden PodCast hatte ich dann doch nicht erwartet.
Grüße aus Spanien
Rüdiger
Es macht ungemein Spaß ihnen Zuzuhören und ich freue mich auf Hörproben Ihrer Musik! Es fiebert der nächsten Sendung entgegen,
Stephanie Baldemann
Wirklich fesselnd. Auch Ihre Schilderungen über die Schwierigkeiten des Kontrabassspiels haben mir sehr gut gefallen, da ich selbst Bassist bin. Bin begeistert.
Ich bin mehr zufällig auf diese Seite gestoßen und muss sagen es hat viel Spass gemacht ihren Ausführungen zuzuhören
Ich bin über den Newsletter von Ernst Jochmus (Kommentar beim Vorwort) auf diese Seite gestoßen und vollends fasziniert. Sie erzählen mit solch einer Gelassenheit und ruhigen Stimme, dass ich Ihnen endlos zuhören könnte. Ich spiele selbst Gitarre und bin daher zusätzlich an den Details Ihres weiteren Werdeganges interessiert. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung des Podcasts und natürlich auch auf einige vorgetragene Stücke :-)
Vielen Dank für Ihre Arbeit.
Nach dem Vorwort und der ersten Folge, die ich beide sehr gelungen fand, bin ich wirklich gespannt auf die Fortsetzung. Wann geht's endlich weiter? Das ist wirklich ein sehr interessanter, ungewöhnlicher Podacst. Viele Grüße, markus
Die neue Folge ist quasi fertig - ich hoffe, daß ich sie noch vor dem 24.12. einstellen kann, sozusagen als kleines Weihnachtsgeschenk für die Feiertage. Diesmal gibt es auch etwas Musik. Bleiben Sie also dran!
Vielen Dank nochmal an alle für das tolle Feedback per Mail oder in den Kommentaren hier, ich habe mich sehr darüber gefreut.
Ich wünsche Ihnen allen frohe Weihnachten,
Ihr Friedrich Witt
Einen wirklich herzlichen Dank für dieses Weihnachtsgeschenk!
Es war ein erwartungsfroher Schreck, als der aktualisieren-Knopf endlich beim "selten einsamen Kontrabass" eine Wirkung zeigte!
Und dann dieser Beitrag, der die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern vielmehr tatsächlich noch übersteigt.
Danke!
Auch Ihnen schöne und geruhsame Tage.
G.Rü
Hallo Herr Witt,
ich bin erst seit neuestem Podcast-Hörerin und habe mich nach einer Operation in der letzten Woche im Krankenhaus sehr spannend und anregend unterhalten gefühlt von Ihrem Bericht.
Danke für die schöne Erzählung.
Mit herzlichem Gruß
G. Girlich
Herr Witt, Vielen Dank für die Erzählung. Kaum war's zu Ende, dass ich zum Bass gegriffen habe.
Matteo, Amsterdam
Weiter so - Lang lebe der Kontrabass !
Übrigens wann gibts wieder neue Folgen ?
Gruß
P,.
Sehr geehrter Herr Witt,
ich bin von dem ersten Teil Ihres Podcasts sehr beeindruckt. Hier wird einem ein Stück Geschichte auf sehr lebendige und kurzweilige Weise nahegebracht. Ich freue mich schon auf die weiteren Folgen.
Vielen Dank für die gelungene Unterhaltung.
Ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Rainer Gebauer
Sehr geehrter Herr Witt,
Sehr interessant,einmal in das Leben und den Werdegang
eines hochprofessionellen Kontrabassisten Einblick zu haben.
Ich selbst bin auch ein begeisterter Bassist,habe es aber
leider nur zu einenm leidlich guten elektrischen Bassisten
gebracht.
Viel Grüße aus Köln
Manfred Först
Wirklich super Podcast!
Fange naechste Woche selbst endlich mit dem Kontrabass-Spielen an und bin schon ziemlich aufgekratzt und aufgeregt. :)
Schoene Gruesse aus Ostwestfalen,
Konstantin
sehr geehrter herr witt,
als ich Ihre Homepage gefunden habe, habe ich mich sehr gefreut, dass ein erfahrener und erfolgreicher Kontrabassist Lust hat, etwas über sein Leben mit seinem Instrument zu erzählen.
Ich spiele selber schon 3 1/2 Jahre Kontrabass und würde sehr gerne Musik studieren. Am aller liebsten würde ich später auch im Orchester spielen und damit mein Geld verdienen, aber Viele erzählen, dass das wirklich nur die allerbesten schaffen, allerdings ist das ein großer Wunsch von mir.
Auf jeden Fall finde ich ihre Geschichte sehr beeindruckend und möchte auch gerne, wie Sie, viel erzählen können wenn ich das alles hinter mir habe!
Liebe Grüße
Maike, 15